Beleuchtung als Praxis‑Erfolgsfaktor
Die richtige Beleuchtung steigert Produktivität, Patientenwohlbefinden und professionelles Erscheinungsbild. ASR A3.4 legt exakte Lux‑Werte fest, DGUV fordert Blendfreiheit und Farbwiedergabe. Unsere Lichtplaner berechnen für jeden Raum die optimale Lösung, von der Behandlungsbeleuchtung bis zum stimmungsvollen Empfang.
Gute Lichtplanung = 30% schnellere Diagnosen + entspannte Atmosphäre + geringere Stromkosten.
Die richtige Beleuchtung erhöht die
Produktivität, das
Wohlbefinden der Patienten und das
professionelle Erscheinungsbild. Bei der Lichtplanung sind alle relevanten Vorschriften und Normen einzuhalten.
Die Arbeitsstättenrichtlinie
ASR A3.4 und die D
IN EN 1264-1:2021-11 definieren Anforderungen an die Beleuchtung von Innenräumen, darunter Beleuchtungsstärke (Lux), Blendungsbegrenzung, Lichtfarbe (Kelvin), Flimmerfreiheit, Farbwiedergabe (CRI), Tageslichtanteil und Maßnahmen zur Blendungsreduzierung. Unsere Lichtplaner entwickeln für jeden Raum eine optimale Lösung, von der Behandlungsbeleuchtung bis zum Empfang, und berücksichtigen dabei Arbeitsschutz sowie Barrierefreiheit.
Eine Leuchte mit 4000 K, UGR < 19 und CRI > 90 erfüllt die Anforderungen und ist eine fachgerechte Wahl.
Aber: Nutzen Sie die Möglichkeit, Licht gezielt als Gestaltungselement einzusetzen und ein ansprechendes Seherlebnis zu schaffen.
Lux‑Werte nach Praxisbereich
Normvorgaben (ASR A3.4)
| Raum | Mindestwert
Beleuchtungsstärke
in Lux | Mindestwert
Farbwiedergabeindex
in Ra | Empfohlene
Farbtemperatur
in Kelvin |
|---|
| Behandlungsraum (Patientenstuhl) | 1.000 | >90 | 4.000 - 5.000 |
| Behandlungsraum (Arbeitszeile) | 500 | >90 | 4.000 – 5.000 |
| Empfang/Backoffice | 500 | >80 | 3.000 - 4.000 |
| Wartebereich | 200–300 | >80 | 3.000 - 4.000 |
| Steri | 500 | >90 | 4.000 |
| Labor | 750 | >90 | 4.000 - 5.000 |
Behandlungsraum‑Beleuchtung
Funktionslicht: 500 Lux , im Bereich des Patientenstuhls 1000 Lux, Lupen- und Assistenzarmleuchten werden bei der Berechnung der Beleuchtungsstärke nicht berücksichtigt
Farbwiedergabe: Ra ≥ 90 und Farbtemperatur 4-5.000 Kelvin wichtig für natürliche Zahnfarben
Blendfreiheit: UGR < 19; je niedriger der Wert, desto geringer die Blendung. Direkt- und Reflexionsblendung vermindern den Sehkomfort (psychologische Blendung) und senken die Sehleistung (physiologische Blendung).
Zusatzbeleuchtung: Indirekt- oder Akzentbeleuchtung
Tageslichtanteil (Fenster/Sichtfenster) einbeziehen
Eine angemessene Beleuchtung im Empfangs- und Wartebereich verbindet Funktionalität mit einer angenehmen Atmosphäre.
Indirekte und akzentuierende Beleuchtung, etwa durch Lichtvouten, Logo-Hinterleuchtung oder Tresen-Sockelbeleuchtung, schafft ein einladendes Ambiente. Innovative Akustikleuchten tragen zusätzlich zur Verbesserung des Schallschutzes bei.
Die Flurbeleuchtung sollte Patienten eine gute Orientierung ermöglichen, ohne unangenehm oder grell zu wirken. Alle wichtigen Bereiche müssen gut sichtbar und blendfrei sein.Eine optimale Ausleuchtung erfüllt die Anforderungen an die Barrierefreiheit.
Die Lichtintensität sollte an verschiedene Tätigkeiten angepasst und für die Befundung dimmbar sein.
Lichtberechnung
Mit CAD- und Lichtplanungssoftware lassen sich Beleuchtungsstärken und Schattenbildung im Voraus berechnen.
Software: DIALux oder Relux – exakte Simulation
Energieeffiziente LED-Beleuchtung, Bewegungssensoren und dimmbares Licht schaffen eine angenehme, funktionale und nachhaltige Atmosphäre. Je nach bisherigem Leuchtmittel sind
Einsparungen von 65 bis 90 Prozent der Energiekosten möglich.
| Kriterium | LED | Halogen |
| Lebensdauer | 30.000 - 50.000 Stunden | 2.000 - 4.000 Stunden |
| Energie | 15 W | 75 W |
| Wärme | kalt | heiß |
| Farbstabilität | konstant | verändert sich |
Die Lichtfarbe beeinflusst sowohl die Raumatmosphäre als auch den Sehkomfort.
Warmweißes Licht schafft eine angenehme Stimmung und eignet sich besonders für ein einladendes Ambiente.
Kühles Licht wirkt belebend, lässt Räume größer erscheinen und unterstreicht Ordnung sowie Hygiene. Farbtemperatur und Beleuchtungsstärke sollten stets aufeinander abgestimmt werden. Tageslichtweißes Licht ist für Innenräume ab einer Beleuchtungsstärke von 1.000 Lux geeignet.
| Temperatur | Wirkung | Einsatzbereich |
|---|
| 2.700 K | Gemütlich | Privatbereich |
| 3.000 K | Warmweiß | Empfang, Warten |
| 4.000 K | Neutral | Behandlung, Steri, Backoffice |
| 5.000 K | Tageslicht | Behandlung, Labor |
ASR A3.4: Arbeitsstättenrichtlinie - Beleuchtung und Sichtverbindung
DIN EN 12464‑1: Licht und Beleuchtung - Beleuchtung von Arbeitsstätten, Teil 1: Innenräume
DGUV 215‑441: Bildschirm- und Büroarbeitsplätze in einer Zahnarztpraxis
Kosten Praxisbeleuchtung (ohne Montage)
| Praxis mit 5-6 Zimmern | Investition |
|---|
Basis
(LED-Flächenpanel in Rasterdecke) | 4.000 -12.000 € |
Standard
(Kombination Panels und individuell) | 12.000 - 25.000 € |
Premium
(individuelle Einzelleuchten) | 25.000+ € |
Zu geringe Beleuchtungsstärke führt zu eingeschränkter Leistungsfähigkeit.
Eine falsche Farbtemperatur oder ein ungeeigneter CRI-Wert verursachen Farbverfälschungen.
Blendung führt zu Augenermüdung und reduziert den Sehkomfort.
Ihre Lichtplanung von van der Ven
4 Schritte:
Raum‑Analyse
Beleuchtungskonzept
Lichtberechnung
Leuchtenauswahl (Ausstellung) + Anpassung von Leuchten an spezifische Anforderungen
Optimieren Sie Ihre Praxisbeleuchtung: Lassen Sie sich kostenlos zur Lichtanalyse Ihrer Zahnarztpraxis beraten.