Strahlenschutz als Planungspriorität
Der Röntgenraum schützt Personal, Patienten und Nachbarn vor ionisierender Strahlung. DIN 6812 legt die Mindestanforderungen fest: Bleigleichwerte, Raumklassen und Abschirmung bis 2,20 m Höhe. Unsere Fachplaner holen eine Strahlenschutzberechnung ein, basierend auf Geräte‑kV, Raumlayout und Nachbarraumnutzung, für lückenlosen Strahlenschutz ohne Kompromisse.
Korrekte Planung = Berechtigung beim ersten Versuch + keine Nachbesserungen + volle Rechtssicherheit.
Raumklassen & Bleigleichwerte
Der geforderte Strahlenschutz richtet sich nach der Kategorie der angrenzenden Räume, des Abstands zum Strahler und der verwendeten Gerätetechnik.
Auszug aus DIN 6812 - 4.4 Aufenthaltsplätze
Kategorie I: Wohnungen und andere Daueraufenthaltsplätze im sonstigen Bereich, Arbeitsplätze außerhalb des Kontrollbereiches
Kategorie II: Arbeitsplätze außerhalb des Kontrollbereiches für beruflich strahlenexponierte Personen, Arbeitsplätze für Schwangere
Kategorie III: Kabinen, Toiletten sowie Flure und Wartezimmer, in denen sich keine Arbeitsplätze befinden. Im Freien, innerhalb von Bereichen, die der Verfügungsgewalt des Betreibers unterliegen und bei denen durch organisatorische Maßnahmen sichergestellt ist, dass sich dort während des Betriebs keine Daueraufenthaltsplätze befinden.
Bleischichtdicken gegen Störstrahlung beim Betrieb von dentalen Volumentomographiegeräten mit Röntgenröhrenspannungen > 90 kV (100 kV, W = 50 mA min/Woche (= 3 000 mAs/Woche))
| Abstand zwischen Brennfleck und zu schützendem Aufenthaltsplatz | Kategorie I (mm) | Kategorie II (mm) | Kategorie III (mm) |
|---|
| 1,0 | 1,1 | 0,5 | 0,4 |
| 1,5 | 0,8 | 0,3 | 0,2 |
| 2,0 | 0,6 | 0,2 | 0,2 |
| 2,5 | 0,5 | 0,2 | 0,1 |
| 3,0 | 0,4 | 0,1 | 0,1 |
| 3,5 | 0,4 | 0,1 | 0 |
| 4,0 | 0,3 | 0,1 | 0 |
| 5,0 | 0,2 | 0 | 0 |
Wände & DeckenInnenwand: laut Strahlenschutzberechnung
Außenwand: laut Strahlenschutzberechnung
Boden und Decke: üblicherweise 7 cm Normalbeton ausreichend
Höhe: Mindestens 2,20 m für OPG, raumhoch für DVT
Türen & Fenster
Strahlenschutztür (Tür & Zarge): Bleigleichwert der Wand
Öffnung: 30×40 cm Sichtfenster mit Sprechkontakt (Pb‑Glas)
Raumlayout & Geräteposition
Optimaler Grundriss abhängig vom Gerätemodell (frühzeitig definieren für korrekte Entwurfsplanung)
Mindestmaße geräteabhängig, Barrierefreiheit beachten
Befundungsplatz innerhalb des Röntgenraums oder vorgelagert
Anschlüsse & StromStrom: 16A separate Absicherung
Netzwerk: CAT7 (Bilddaten)
Erdung: Separater Potentialausgleich
Beleuchtung: Dimmbar <100 Lux (Befundung)
Barrierefreiheit & Ergonomie
Durchgang: Min. 90 cm (Rollstuhl)
Radien: 1,5 m Wendekreis
Belag: Rutschhemmend R9
Geräteauswahl → kV‑Wert bekannt
Strahlenschutzplan (Pb‑Werte)
Anzeige des Betriebs einer Röntgeneinrichtung (Bezirksregierung)
Inbetriebnahme durch Sachverständigen
Einweisung Personal (Dokumentation)
Tipp: Frühzeitig Genehmigung anstoßen
Kostenübersicht Röntgenraum
| Umfang | Baukosten (inkl. Planung) | Gerätekosten Extraoral Röntgen | Gerätekosten Intraoral Röntgen* |
|---|
| OPG 2D | 12.000 - 35.000 € | 17.000 - 28000 € | 10.000 - 14.000 € |
| DVT 3D | 15.000 - 40.000 € | 40.000 - 130.000 € | 10.000 - 14.000 € |
| 2D Ceph‑Komplett | 17.500 - 45.000€ | 30.000 - 50.000 € | 10.000 - 14.000 € |
| 3D Ceph‑Komplett | 17.500 - 45.000€ | 57.000 - 130.000 € | 10.000 - 14.000 € |
*einschließlich Scanner/Sensor
Pauschalwerte statt Strahelnschutzberechnung → unnötiger Kostenaufwand, eventuell Nachschirmung nötig
Unzureichende Türen → gefährdet die Abnahme durch Sachverständigen
Keine Barrierefreiheit → Mängelrügen (Bauaufsicht, Arbeitsschutz, Zahnärztekammer)
Ihr Röntgenraum von van der Ven
Schritt‑für‑Schritt:
Geräte‑Check: Strahlenschutzplan / Pb‑Berechnung
Planung im Grundriss / 3D-Modell: Laufwege, Patienteneinstieg, Funktionsflächen, Sichtkontakt
Gewerke‑Koordination auf Wunsch
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